Aktuelles

Es rettet uns (k)ein höh’res Wesen….

Ein Blick – und insbesondere ein fremder Blick – auf unsere Welt zeigt uns eine Menge Dinge, die dringend verändert werden müssten. – Und wie reagieren wir?

Die einen wollen es anpacken, scheitern an der „Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“ und hoffen auf Rettung.

Andere wollen keine Retter, sind gegen alles Fremde und für die deutsche Leitkultur. Noch wieder andere (z.B. Politiker*innen), beschwichtigen und empfehlen Kompromisse.  – Eine verfahrene Situation!

Da freut man sich über die – zwar nicht ganz neue, aber  höchst aktuelle – Botschaft am Schluss: „Eine andere Welt ist möglich!“

Schauen Sie sich an, wie es Chorrosion gelingt, aus diesem Stoff ein vergnügliches szenisches Chorprogramm zu machen, in dem das musikalische Erlebnis von Lachen, Erschrecken,  Selbstironie und Nachdenklichkeit begleitet wird.

Die nächsten Auftritte mit diesem Programm

28. November 2017, 19.00 Uhr, Sprockhövel, IG Metall Bildungszentrum

04. Februar 2018, 18.00 Uhr, Bochum, Bahnhof Langendreer, Halle

 

Über den Chor

Über uns

In der gewerkschaftlichen und linken Szene Bochums sind wir gut bekannt: der Chor „Chorrosion“ aus Bochum. Mit eigenen Programmen mischen wir uns seit 1984 politisch-musikalisch ein: so begleiteten wir anfangs die gewerkschaftlichen Auseinandersetzungen für eine 35 Stundenwoche und ein lebenswertes (Arbeits-)Leben, zuletzt thematisierten wir 2011 mit dem Programm „Flucht und Schatten“ die Ursachen und Folgen von Migration sowie die Situation sogenannter Illegaler. Im Jahr 2013 skandalisierten wir mit „Arsen an Sahnehäubchen“ eine gegen die Umwelt und Gesellschaft gerichtete „vergiftende“ Politik und 2015 erinnerte ein Antikriegsprogramm an den Beginn des ersten Weltkrieges.

Wir 26 Sängerinnen und Sänger wollen mit unseren Programmen für eine solidarische Perspektive werben und gegen rechtspopulistische Hetzte und Ausgrenzung Stellung nehmen.

Auch aktuell arbeiten wir wieder an einem neuen Programm – professionell unterstützt durch die Chorleiterin Susanna Keye  . “ Es rettet uns (k)ein höh´res Wesen“ ist ein literarisches Zitat und zugleich unsere Haltung: es ist nötig, diese Welt zu verändern – das gelingt aber nur, wenn wir selber was tun! Mit einem selbstkritisch-ironischen Blick auf unsere eigenen Unzulänglichkeiten und Ausreden wollen wir mit diesem Abendprogramm nicht moralisieren, sondern unterhalten, zuspitzen und ermutigen.

Die Auftritte von Chorrosion sind immer mehr als Chorgesang – es werden vorhandene Chorsätze mit eigenen Texten bearbeitet, Lieder choreographisch inszeniert und die Stimmenvielfalt musikalisch für die Präsentation genutzt.

Musikalisch ist unserRepertoire vielfältig: Madrigale finden sich dort ebenso  wie Musik von Hanns Eisler und Carl Orff, Stücke aus Pop und Jazz oder lateinamerikanische, türkische und  afrikanische Lieder.

Vor 35 Jahren startete Chorrosion als Arbeitskreis der IG Metall Geschäftsstelle Bochum, seit 2016 sind wir nun ein freier Chor.

„Gerade in Zeiten eines politischen Rechtsrucks gilt es ganz besonders, gewerkschaftliche Anliegen wie Solidarität und auch politische Alternativen für einen demokratischen Sozialstaat sichtbar zu machen. In diesen kalten, ausgrenzenden Zeiten braucht es Orte der Begegnung und Selbstvergewisserung. Die Abende mit dem Chor sind immer auch ein wichtiger emotionaler Beitrag“, so ein Chormitglied.

Kontaktadresse und Ausführlicheres zu Auftritts- und Probenterminen sowie Programmen finden sich auf dieser Homepage.

Wir proben jeden Dienstag in der Zeit von 19 – 21 Uhr.

Wo:  Im Verdi Haus in Bochum, Universitätsstrasse 76

Presseecho

 

Programme

Chorrosion gibt es schon seit über 30 Jahren und wir sind immer noch da und haben Spaß am Singen, am Inzenieren und daran, die gesellschaftlichen Verhältnisse auf’s Korn zu nehmen. Neben  Auftritten bei politischen und gewerkschaftlichen Veranstaltungen und der Teilnahme an größeren Chorprojekten (Canto general, Tschernobyl) haben wir auch immer wieder eigene Programmezu bestimmten Themen  gemacht

Ausblick
 Rückblick

Lieder gegen Krieg und Rassismus 2015

Antikriegstag im IG Metall - Bildungszentrum Sprockhövel
Antikriegstag im IG Metall – Bildungszentrum Sprockhövel

Chorleitung: Susanna Keye, Regie: Lenny Grüttgen, Manuela Wenz, Piano: Moya Tschuschke

Flyer-antikriegstag

 

Programm „Arsen  an Sahnehäubchen“ 2013

In dem Programm „Arsen an Sahnehäubchen“ ging es um die verschiedenen „Gifte“, die auf unsere Gesellschaft einwirken.  Chorrosion betrieb das Restaurant “Zur Himmelfahrt”, in dem diverse Vorstände bekannter Unternehmen speisten. Ort der Handlung war die Küche des Restaurants, in der emsige Vorbereitungen getroffen werden, damit sich die prominenten Gäste wohlfühlen. Der Titel deutet schon an, dass die Suppe nicht immer gesund war. Und dann kam noch der Betriebsrat von Opel vorbei. Da ahnt man Schlimmes. Und mit Recht. Aber keine Sorge: Es trifft immer die Richtigen.

Chorleitung: Susanna Keye, Regie: Sabine Scheerer, Klavier: Moya Tschuschke

Flyer Arsen an Sahnehäubchen

 

Programm „Flucht und Schatten“ 2010

ein multimediales Chorstück mit einer Geschichte nach Dimitri Ladischensky und Francesco Zizola: „Das Dilemma des Commandante““

Der italienische Commandante hat ein Problem: er rettete zu viele Flüchtlinge. Glück für die, die überlebten. Doch sie werden – wie es in einem Stück von Brecht heißt – noch viel Glück brauchen’, wenn sie in unserer Festung Europa zurecht kommen wollen, wo als ‚Schwestern und Brüder’ nur die akzeptiert werden‚ „die aus dem Schengen Raum kommen“.

Nachts nicht Schlafen können
Nachts nicht schlafen können

Jetzt sind sie hier, unsichtbar unter uns. Schatten. Geplatzt sind die Träume von dem kleinen Glück „irgendwo auf der Welt“. Stattdessen landen sie beim „Sklavenhändler“ und „putzen jeden Dreck weg“. Ungeliebt und ungeschützt in einem Land, in dem sie „nachts nicht schlafen können, weil ihr Daseinsrecht schon viele Jahre in Akten kreist“. (Zitate aus den Chorstücken)

Flyer Flucht & Schatten, 

 

Programm „Jetzt erst Brecht“, 2007

Dieses Programm von „chorrosion“ stand ganz im Zeichen von Bertold Brecht mit Kompositionen von Kurt Weill, Hanns Eisler oder Paul Dessau, u.a. aus der Dreigroschenoper, dem Singspiel „Rundköpfe und Spitzköpfe“ und „Mahagonny“.

Dem Chor ging es vor allem um die Aktualität der brecht’schen Kritik der Verhältnisse. Wer „chorrosion“ kennt weiß, dass es hier keinen reinen Chorvortrag gab: so entstanden auch diesmal mit der Musik auf der Bühne diverse Bilder und Szenen. Diesmal traf sich eine illustre Schar völlig unterschiedlicher Menschen, die sich anscheinend zufällig begegneten. Musikalisch wurde das Ganze bereichert durch eine Band der Musikschule Bochum.

Hau den Lukas
Jahrmarktszene
Flyer Brecht

Programm „Keine Macht die Arbeit“ 2002

Geliebt, gehasst, ersehnt, verboten, bezahlt, unterbezahlt, unbezahlt – bestimmt die Arbeit unser aller Leben und landläufig auch den Wert des Menschen. Für die einen gibt’s zuviel, für die anderen zuwenig und ohne sie bist du sowieso nichts
Der Chor versuchte – nicht immer ganz ernst – viele Facetten des Themas in den Griff zu bekommen. Anleihen von Skorpians bis Eisler dienen dazu, die Arbeit auf’s Korn zu nehmen.
Man muss ja nicht gleich der „Apathie“ verfallen, auch wenn der Traum vom „Millionär“ verfliegt, die „Trostworte vom Amt“ nicht trösten, „Keine Zeit“ zum Leben bleibt und das Kapital weiter den „Kriminaltango“ tanzt …

Musikalische Leitung: Holger Schwarz,  Regie: Manuela Wenz

 

 

 

Kontakt

Der Kontakt zu Chorrosion: info@chorrosion.de

Annette Schnoor: 0234 9270093

Törk Hansen: 0234 9270094

oder kommt direkt dienstags ab 19 Uhr zum Verdi-Saal in Bochum in der Universitätsstraße, der hintere Eingang

 

Verantwortlich für den Inhalt dieser Seiten:Törk HansenWitte Wie 444892 Bochum